In Peking eine Ente

Oktober 29th, 2008

Was wäre ein Besuch in Peking, ohne sie probiert zu haben: die “Beijing kǎo yā”?

Und so musste er gestern ran, der Vogel, den man auch in Deutschland auf der Karte beim Chinesen um die Ecke finden kann. Nur sieht er dort halt deutlich anders aus.

Alles fing an mit dem vermummten Koch, dem das Messer an die Hand gewachsen sein musste, und der das noch am Stück befindliche Tier wie im Fluge vor unserem Platz in mundgerechte Stücke schnitt.

Die Ansammlung an Gemüse, Soßen und sonstigem auf dem Tisch ließ bereits vermuten, was wir eh schon ahnten: Eine traditionelle Pekingente haben wir bislang noch nie in unserem Leben gegessen.

Und so gestaltet sich das Verspeisen derselben dann auch eher überraschend: Wie die Fajita beim Mexikaner oder die Gyros Pita beim Türken. Zwei oder drei der dünnen Entenscheibchen werden auf einem Teigfladen drapiert oder in eine -tasche eingesteckt, mit Gemüsestreifen flankiert, pulvrig bestreut und mit Soße hinter den krustigen Ohren eingerieben. Dann zusammengelegt oder gefaltet, mit den Händen gegriffen und zugebissen. Eine willkommene Abwechslung im Land der Besteckstelzen.

Geschmackliches Fazit: Sehr lecker, wird jedoch im Wettkampf der aromatischsten Gerichte nicht auf den vorderen Plätzen landen. Dazu hat China einfach viel zu viel Auswahl an unbekannten Gaumenfreuden zu bieten.

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